Slow Carb Diät nach Timothy Ferriss

Dieses Thema im Forum "Ernährung" wurde erstellt von Daxi90, 8. Juni 2017.

  1. Daxi90

    Daxi90 Hades

    Hallo Athleten,

    ich bin heute in Tag 2 der Slow Carb Diät wie im Buch 4 Stunden Körper beschrieben.
    Ich verspreche mir davon vor allem meinen Körperfettanteil zu senken.

    Hat von euch jemand Erfahrung damit?


    mfg
    David
     
  2. Bobstine

    Bobstine Frischling

    Kenne ich jetzt nicht - kannst du ein paar mehr Informationen geben? Weil low carb kennt man ja, aber slow carb?
     
  3. Double

    Double Frischling

    Habe es selbst noch nicht ausprobiert. Aber mich schon Mal in der Vergangenheit mit diesem Thema beschäftigt. Bei Slow Carb sind Kohlenhydrate zwar erlaubt jedoch nur langsame und hochwertige. Zum Beispiel Vollkorn und Kartoffeln. Mr. Ferriss ist der Meinung dass man mit dieser Diät bis 10kg Fettanteil in 30 Tagen verlieren kann.

    Leider konnte ich mir selbst noch kein Bild von diesem Programm machen.
     
  4. Early Raider

    Early Raider Atlas

    1kg fett sind min 7600 kcal also 76.000 kcal einsparen in 30 tagen macht ein tägliches Kaloriendefizit von ca 2500 kcal. Viel spass bei der Nulldiät und das sporteln nicht vergessen.

    Und jetzt Hirn einschalten
     
    runalone gefällt das.
  5. Double

    Double Frischling

    Jetzt muss ich mich doch zu diesem Thema nochmals melden.

    1. Ich habe hier keine Versprechen oder Werbung für ein Abnehmprogramm gemacht schon gar nicht für eine Slow Carb Diät die ich selbst nicht probiert habe. Die Informationen die ich gepostet habe beruhen auf Aussagen vom Erfinder von Slow Carb.

    2. Eine theoretische mathematische Formel, wie von dir, hat nicht mit der Praxis zu tun. Ein einfaches ebenfalls theoretisches Beispiel: Eine Person wiegt über 100kg und hat einen Körperfettanteil von ca. 30% somit entsprechen 10% über 10kg Fettanteil. Diese Person nimmt täglich an 4.000 kcal zu sich in der Diät dann aber nur noch 1.500 kcal. Somit sind 10 kg kein Problem. Bei deiner Rechnung muss man von der Ausgangssituation ausgehen.

    3. Nun ein Beispiel aus der Praxis: Meine Frau und ich haben Anfang des Jahres eine 30 Tage Detox Kur gemacht. Diese sah so aus: Verzicht auf Tier- und Weißmehlprodukte sowie Verzicht auf zuckerhaltige Lebensmittel und Alkohol. 1-2 Mal in der Woche haben wir die Regeln nicht einhalten können. Trotzdem haben wir folgendes Ergebnis erzielt. Frau: -10kg Fettanteil und ich -6kg. Außerdem haben wir regelmäßig Sport betrieben.

    4. Soviel zu deinem "jetzt Gehirn einschalten".... Mathe und Wissenschaft ist halt nicht unbedingt Sport, gesunde Ernährung oder persönliche Erfahrung. Lieber weniger nachdenken oder rechnen und mit Taten anstatt Wörtern argumentieren.
     
  6. Early Raider

    Early Raider Atlas

    naja du sahst nicht nach über 100 kg aus - und egal wer was verspricht - immer dann wenn Wahnsinnserfolge versprochen werden sind Wahnsinnserfolge drin - für den der das Zeugs oder die Idee verkauft.
    Ich bezweifle die 10 kg (FETT Reduktion) in 30 Tagen bei nicht extrem Übergewichtigen generell und immer - egal aus welcher Ecke das kommt. Also kein tierischen produkte essen, kein Zucker (also auch kein Obst und keine Gemüse mit höherem Zuckeranteil und einen Alkohol - bleibt also Gemüse , Fett und Eiweiß aus nicht tierischen Quellen - kann natürlich ein ziemlich üppiges Kaloriendefizit erzeugen, muss aber nicht. Ohne ein üppiges Kaloriendefizit keine schnelle Abnahme, schon gar keine von viel Fett - das einzige was relativ leicht und schnell zu verlieren ist ist Wasser.

    Wenn es so einfach wäre bräuchte nicht alle paar Jahre eine neue Abnehmkuh durchs Dorf getrieben zu werden. Ganz einfache physikalische Gegebenheiten lassen sich halt auch nicht mit mehr Taten und weniger nachdenken aushebeln. Auch nicht der Energieerhaltungssatz - so geht auch in Fett gespeicherte Energie nicht verloren und bleibt erhalten bis sie verbrannt (oder abgesaugt wird).

    Herzlichen Glückwunsch dir und deiner Frau zur Kalorienabnahme. Bei mir wird es gerade nix und ich weiß sogar woran es liegt: Ich esse zu viel - dabei ziemlich viel gesundes Zeugs - aber halt einfach zuviel weil ich dauernd Appetit habe und auch da weiß ich wo es herkommt.. tut hier aber nix zur Sache.
    Wenn ich Abnehmen will muss ich weniger essen - entweder weniger von allem oder wenn mir das nicht gut gelingt, weniger von irgendwas - insgesamt so viel weniger, dass ich mehr verbrauche als ich zuführe - da kann Low Carb oder Slowcarb sein - oder Low fat oder einfach FDH - aber es muss einfach insgesamt WENIGER Energie liefern. Eigentlich ganz einfach - und wem welches System zum weniger essen wie behagt das ist dann nochmal unterschiedlich.
    Und ja - es gibt dann noch Insulinspiegel und Cortsolanstiege - die ändern alle nix an der prinzipiellen Tatsache: Weniger essen macht eher schlank als mehr essen.
     
  7. Early Raider

    Early Raider Atlas

    naja du sahst nicht nach über 100 kg aus - und egal wer was verspricht - immer dann wenn Wahnsinnserfolge versprochen werden sind Wahnsinnserfolge drin - für den der das Zeugs oder die Idee verkauft.

    Wenn es so einfach wäre bräuchte nicht alle paar Jahre eine neue Abnehmkuh durchs Dorf getrieben zu werden. Ganz einfache physikalische Gegebenheiten lassen sich halt auch nicht mit mehr Taten und weniger nachdenken aushebeln. Auch nicht der Energieerhaltungssatz - so geht auch in Fett gespeicherte Energie nicht verloren und bleibt erhalten bis sie verbrannt (oder abgesaugt wird).

    Herzlichen Glückwunsch dir und deiner Frau zur Kalorienabnahme. Bei mir wird es gerade nix und ich weiß sogar woran es liegt: Ich esse zu viel - dabei ziemlich viel gesundes Zeugs - aber halt einfach zuviel weil ich dauernd Appetit habe und auch da weiß ich wo es herkommt.. tut hier aber nix zur Sache.
    Wer Abnehmen will muss weniger essen - entweder weniger von allem oder wenn das nicht gut gelingt, weniger von irgendwas - insgesamt so viel weniger, dass mehr verbraucht als ich zugeführt wird - da kann Low Carb oder Slowcarb sein - oder Low fat oder einfach FDH - aber es muss einfach insgesamt WENIGER Energie liefern. Eigentlich ganz einfach - und wem welches System zum weniger essen wie behagt das ist dann nochmal unterschiedlich.
    Und ja - es gibt dann noch Insulinspiegel und Cortisolanstiege - die ändern alle nix an der prinzipiellen Tatsache: Weniger essen macht eher schlank als mehr essen.
     
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  8. Double

    Double Frischling

    Hey Early Raider, ich geb dir ja Recht. Es sind einfach zuviel Wunder-Diäten auf dem Markt die unmögliches versprechen aber tatsächlich nichts taugen.

    Ich fühlte mich von der Aussage, mit dem Hirn einschalten, persönlich angegriffen. Da ich aus persönlicher Erfahrung 10kg in einem Monat für möglich halte wollte ich nur festhalten das deine Rechnung (die ja eigentlich richtig ist) immer von einer Ausgangssituation des individuellen Menschen ausgehen sollte.

    Den oberen Beitrag von dir stimme ich auf jeden Fall zu. Wenn man Fett verlieren will sollte man mehr Energie verbrauchen als man zu sich nimmt und am besten ist hier eine Kombination aus gesunder Ernährung und Sport wie Freeletics ;).
     
  9. André K.

    André K. Ares

    Hallo Double,

    jetzt muss ich Early mal ein bisschen verteidigen, denn so falsch ist die Rechnung von ihr nicht.
    Auch wenn man dabei mit standardisierten Größen rechnet, aber anders geht es ja nunmal ohne aufwändige Analysen in Sachen Verbrauch und Energiezufuhr nicht.
    Zudem gibt es ja auch noch Waagen, mit denen sich die Ergebnisse von solchen Rechnungen sehrwohl auch nachweisen lassen. Mehr- oder Minderverbräuche ab ca. 200- 300kcal am Tag lassen sich damit schon ziemlich deutlich in der Gewichtsveränderung ablesen (exaktes Tracking und tägliche "Datenpflege") vorausgesetzt.

    Ich meine, niemand, der sich nicht mindestens zwei drei Monate am Stück mal selbst genauestens überwacht hat, kann weder eine wirklich tragfähige Aussage zu seinem Verbrauch (im Täglichen wie im Sport) machen, noch zur Höhe seiner tatsächlichen Energieaufnahme. Ein so langer Zeitraum ist schon allein nötig, weil es tage- und wochenweise auch zu Schwankungen im Stoffwechsel kommt und das muss man alles erst einmal mitbekommen.
    Wenn man das aber hinter sich hat, sieht man ziemlich genau, dass die obige Rechnung durchaus eine Sinnvolle ist und vor allem, dass sie die Tatsachen ziemlich gut wiederspiegelt.

    Deinen Rechenansatz mit den 4000 kcal kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. Dieser Wert minus der oben errechneten 2500 kcal ergibt doch hier nur ein Defizit von 500 kcal, wenn man bei den 4000 vorher beispielsweise noch mit 2000 kcal im Plus war.
    Man muss schon von seinem tatsächlichen Verbrauch ausgehen (und nicht von der bisherigen Energieaufnahme), wenn man sein Defizit errechnen möchte.

    Anders ausgedrückt: wenn jemand 4000 € im Monat verdient (Nahrungsaufnahme) und davon 2000 € weglegen kann (Fetteinlagerung), und nun eine Lohnkürzung von 2500 Euro hinnehmen muss, ist derjenige doch nicht mit diesen 2500 € im Minus (monatliche Verbrauchsdeckung), sondern mit nur 500 €. Die restlichen 2000 € waren lediglich Überschuss und führen bei einem Ausbleiben lediglich zu einem Ausgleich, aber nicht zu einem Defizit.

    Zusätzlich sind die ersten ein bis vier Wochen einer Diät immer der Sonderfall.
    Hier werden vermehrt Wassereinlagerungen in Muskulatur, Unterhaut und Glykogenspeichern (bei gleichzeitiger Kohlenhydratreduktion) abgebaut und das allein kann sich schon auf einem Verlust von 2-3 Kilo Verlust belaufen. Dazu kommt die Verstoffwechselung bisher nicht verdauter Nahrung und der forcierte Abbau von alten Stoffwechselprodukten im Körper, die zu einer weiteren Abnahme führt.
    Mit Fettverbrennung hat das bis hierhin alles noch nichts zu tun, aber das Ergebnis ist auf der Waage schon deutlich zu sehen.

    Puh, ist ein bisschen länger geworden, bringt aber vielleicht ein bisschen Licht in die Sache und zeigt, wie eure Ergebnisse zustande kommen.
    Die sind übrigens toll und dies hier soll euren Erfolg in keinster Weise schmälern!
     
  10. Double

    Double Frischling

    Ja die Rechnung passt und ich gebe euch beiden vollkommen Recht.

    Mir ging es einfach darum das man die Formel nicht Pauschal einsetzen kann. Ein extrem übergewichtige Person kann den Fettanteil schneller reduzieren als jemand der nur 10% auf den Rippen hat. Oder ein IronMan, nimmt durch eine Diät auch schneller an Fett ab da sein Energieverbrauch einfach um einiges höher ist.

    Aber natürlich ist es richtig was ihr schreibt. Hoffe ihr versteht auch worauf ich hinaus möchte.

    Schönen Sonntag noch.
     
  11. NO_EXCUSES

    NO_EXCUSES Ares

    Ja wenn Biologie einfach wäre...

    Am Anfang läuft alles supi, aber je länger der Prozess dauert umso schwieriger wird es Veränderungen zu erzeugen und m.M.n. geht der Verlauf der Fettverbrennung ähnlich wie bei fast allen Dingen eher in Kurven anstatt in einer geraden Steigung.

    Soll heißen, es gibt ein paar Tatsachen den man ins Auge sehen kann, z.B. verbrenne ich nicht weniger Kalorien als ich zu mir nehme, kann ich nicht abnehmen.
    Heißt aber nicht, dass ich wenn ich das Defizit deutlich vergrößere, deutlich schneller abnehme (Wir sprechen natürlich von reinstem feinem Körperfett!)
    Heißt: Auch wenn ich eine gute Balance für die Fettreduktion in Form von einem Kaloriendefizit, in welcher Höhe auch immer, gefunden habe, dass der Effekt bei 20-15-10-8% immer konstant der gleiche bleibt.

    Der Mensch bzw. die Biologie lässt sich nicht so leicht austricksen und er versucht evolutionär gesehen alles um gewisse Fettreserven zu behalten. Und sei es nur gelegentliche Heißhunger attacken gesteuert von unserem Hormonspiegel oder der "innere Schweinehund" der einem vom Training abhält.

    Ich glaube man kann mit verschiedensten Diäten/Kuren bis zu einem gewissem Maß erfolgreich sein, aber dann! Ja dann wird es schwer und verdammt harte Arbeit an verschiedensten Stellen.

    Ich glaube letztendlich seit ihr ja zu dem Konsens gekommen, dass viel in kurzer Zeit geht, wenn die Parameter passen, aber häufig, bewirbt so ein Wundermittel nur eine Seite der Medaille, was bleibt ist Licht und Schatten. Es sollte immer an der Gesamtbasis gearbeitet werden.
     
  12. André K.

    André K. Ares

    Gerade gestern noch mal drüber gestolpert - ein Artikel, der ganz gut beschreibt, was neben der "einfachen" Verbrauchsrechnung noch so alles abläuft im Körper und letztendlich auch einen Einfluss auf die Anzeige der Waage hat ( oder warum da gerade eben nichts passiert trotz vermeintlichem Defizit):
    https://www.team-andro.com/die-gleichung-des-energiegleichgewichts.html

    Passt auch gut zum Threadthema, weil die Hintergründe solcher Diäten sachlich beleuchtet werden.
     
  13. NO_EXCUSES

    NO_EXCUSES Ares

    Ja echt ein interessanter Artikel und guter Artikel.
    Es ist halt nicht so trivial wie eine Gleichung. Es gilt das Grundgesetz, aber die Anzahl an variablen ist in der Biologie viel größer. Alles steht in Wechselwirkungen zu einander.

    Der Mann gefällt mir... Er scheint sich Wissenschaftliche Publikationen heranzuziehen und nicht Google oder Wikipedia als souveräne Quelle einzusetzen :D
     

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