Gewichtsentwicklung und Dauerhunger - ich bin kurz vor Aufgeben

Dieses Thema im Forum "Freeletics für Frauen" wurde erstellt von whappa, 21. November 2016.

  1. NO_EXCUSES

    NO_EXCUSES Metis

    Ganz ehrlich...Kann mich all meinen Vorrednern nur anschließen, auch wenn wir die "Herren" der Schöpfung darstellen...


    Schmeiss sowohl das Maßband als die Waage in die Ecke!

    1. Waage: Muskeln schwerer als Fett = kg ↑
    2 Maßband: Muskeln wachsen und nehmen an Volumen zu = cm ↑


    Benutze einen Kalipper (Calipper) und mese nach der 7-Zonen Messmethode. Hau alles in eine Rechenmaschine im Web und staune.
    Denke tatsächlich, dass du es gerade durch die erhöhte Protein zufuhr geschafft hast den Mucki-Aufbau so aufzuregulieren, dass es den Fettverbrenneffekt überdeckt.

    Und du wärst die Erste Dame die unter normalen Umständen 10 Kilo in 3 Monaten zunehmen würde :eek:
    Das hat noch nichtmal Tim Wiese geschafft :D

    Achte weiterhin auf ausgewogene Ernährung, mache weiterhin 2x FL + 1x laufen oder 3x FL und kauf dir ein Kalipper, den du maximal alle 14 Tage raus holst.
    Verschlechtern sich die Werte musst du nochmal dringend an deinem Stoffwechselsystem arbeiten (Ernährung, Hormone, etc.), wird es weniger - bleibe geduldig, bleibt es gleich - trainiere härter:D

    Also Fazit, vieles kommt zusammen:

    Wassereinlagerung
    Muskelaufbau
    ggf. nicht optimale Ernährung
    Stress

    Ich glaube nicht, dass du viel Falsch machst. ggf. würde ich auch auf C+S Coach umstellen oder m.M.n. noch besser 2-4 Woche Cardio, dann wieder 2-4 Strength, dann wieder Cardio immer wieder völlig Asymetrisch wechseln und den Körper überraschen, so kann er sich nicht so gut auf das Training einstellen und der Effekt ist deutlich besser.

    Zu guter Letzt, habe Vertrauen in dem was du tust.
    Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg
    Pascal
     
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  2. Early Raider

    Early Raider Atlas

    @TheMonk was heißt der Körper gewöhnt sich ans weniger essen ... er verbraucht dann weniger für die gleiche Leistung? Das ist das Märchen mit dem Stoffwechsel. Der Körper verbraucht für die gleiche Leistung immer gleich viel - Energieerhaltungssatz - Physik. Dass das beim biologischen Körper ein bißchen komplizierter ist als wenn man mittels Seilzug ein Gewicht anhebt ist natürlich klar.
    Aber wer weniger isst und gleichviel Leistung (in Form von Bewegung) erbringt wird entweder abnehmen oder weniger zunehmen. Dabei spielen Veränderungsprozesse im Stoffwechsel eine viel geringere Rolle als z.B. weniger Alltagsbewegung (weniger Gezappel mit den Füßen, einmal mehr sitzen bleiben etc etc) 500 kcal mittels Joggen zu erlaufen (ist bei mir ca 55 min) ist doch ganz schön viel - das ist bei mir mehr als 1/3 des Grundumsatzes. Ich persönlich erhöhe lieber meinen Verbrauch als meine Zufuhr einzuschränken - und das geht mit Joggen ganz gut.

    Zum Thema Gewichtsschwankungen bei Frauen (da können die Jungs nicht mitreden) - der Hormonzyklus spielt hier eine immense Rolle - zum einen wird in der zweiten Zyklushälfte Wasser eingelagert und das unter Umständen nicht zu knapp! Zum anderen verändert sich auf je nach Frau das Hungergefühl (Fressattacken und Heißhunger in der zweiten Zyklushälfte) sowie womöglich Frustessen wegen schlechter Stimmung. In der ersten Zyklushälfte ist das dann in der Regel kein Thema und man braucht irgendwie eher gar nix zu essen. Frauen empfehle ich deshalb auf alles was in der zweiten Hälfte passiert keinen Pfifferling zu geben und sich einen fixen Tag am zwei oder dritten nach nach Einsetzen der Regel als "Messpunkt" zu nehmen - das gilt für Gewicht wie für Umfänge.
    Außerdem liegen da dann noch genügend Tage dazwischen, dass man auch Veränderungen beurteilen kann.
     
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  3. NO_EXCUSES

    NO_EXCUSES Metis

    Es gibt Literatur im Netz die das belegen was Monk sagt, wenn man Zeit hat sich in SW-Prozesse einzulesen und der englischen Literatur mächtig ist wird man Studien finden die belegen, dass der Grundumsatz (GU) bei strikten Fasten, Heilfasten, Nulldiäten etc. vom Körper herabgesetzt werden kann. Dies ist einfach ein Notfallmechanismus aus der Historie, da wir als Jäger und Sammler immer mal wieder mit Hungerperioden umgehen mussten. Langfristig ist es jedoch tatsächlich nicht möglich den Grundumsatz herunter zu schrauben, bzw. ist es ja so...

    Durch das Fasten werden nach dem Glykogen, Fett, etc. pp auch Muskelprotein abgebaut, dieses veränderte Konstelation im Körper senkt den GU, ganz einfach... weniger intakte Muskelzellen, weniger Verbrauch (auch beim Nichtstun) = geringerer GU.
    ABER es belegen auch Studien, dass sobald der Körper wieder eine "normale" Kalorienzufuhr erfährt, wieder aufbaut und zwar werden zuerst die Reserven aufgebaut und erst dann wieder Bspw. Muskulatur.

    Das ist natürlich ein extremes Beispiel. Studien haben auch gezeigt, dass auf Grund der Hormonausschüttung Bspw. Anorexia nervosa Patienten/Versuchstiere einen erhöhten Drang zur Bewegung haben. Dies könnte ein Konzept des Körpers sein um den Muskelabbau entgegen zu steuern, ist aber jetzt von mir nur Spekuliert.

    Denke der Körper ist sehr clever was seine Überlebensstrategie angeht, damit meine ich nicht die geistige Entwicklung, die hat m.M.n. schon ihren Zenit überschritten, ich rede hier von Notfall Prozessen und Auswegen um den vorzeitigen Tod zu verhindern Bspw. können häufig Unterversorgungen von Gewebe bei Gefäßverengungen, häufig durch periphere Gefäße komplett aufgefangen oder zumindest Schadensfrei reduziert werden.

    Denke das Thema ist so komplex das vermutlich niemand hier im Forum das eindeutig beantworten kann. Fakt ist, der Körper ist keine Physik, es gelten zwar physikalische Gesetze, aber Biologie ist nicht so logisch wie die Physik und schreibt Ihre eigenen Gesetze.

    Kann im übrigen jetzt keine Quellen nennen, da ich mich auf meine Erinnerungen und verschiedene Litertur im Netzt nur quer eingelesen habe. Wer Zeit hat kann gerne korrekt zitieren.

    Im Übrigen gebe ich Early Raider völlig Recht, wenn gesagt wird, dass Männer keine Ahnung von den Schwankungen während der Zyklen bei Frauen haben, ich meine ich versteh nichtmal meinen eigenen Körper, wie soll ich dann das hochkomplexe Wesen der Frau Korrekt verstehen. Bin mir sicher, dass es noch um einiges komplizierter ist...
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Dezember 2016
  4. Early Raider

    Early Raider Atlas

    Ich stimme dir ja zu, was die Komplexibilität angeht - allerdings wird das völlig überbewertet - und ich glaube die Aussagen von wegen ich habe mir mit Diäten den Stoffwechsel geschrottet schlichtweg nicht mehr. Aber es ist eben einfacher... man hat einen Schuldigen. Bei unserem Nahrungs(über)Angebot und unserer verdammt Bewegungsarmen Lebensweise sind andere Effekte (zu viel Essen für das Maß an Bewegung) der Hauptauslöser.
    Ich glaube es einfach nicht mehr ... die Mädels die 1300 kcal essen am Tag und dabei ständig zunehmen wegen kaputten Stoffwechsel... die dann empfohlen bekommen 2500 kcal zu essen und dabei plötzlich abnehmen - stimmt sicherlich in der Wahrnehmung, aber nicht in der Realität.

    Im Hungerzustand fährt der Körper auf Notsysteme natürlich und die funktionieren anders. Wenn ich allerdings Hungrig den Elch jagen muss verbrauche ich entsprechend meines verhungerten Gewichtes trotzdem analog ungefähr genausoviel denn der Muskulatur ist es schlichtweg egal ob der Organismus dahinter Hunger hat oder nicht.. die braucht ATP und Glucose und zwar pro sich kontrahierender Muskelfaser ziemlich genau gleich viel für die gleiche Geschwindigkeit und Kraftentwicklung.

    Die wissenschaftlichen Erkenntnisse in allen Ehren - die frage ist doch tatsächlich welche Auswirkungen diese Erkenntnisse auf den mitteleuropäischen Durchschnittscouchpotatoe haben , der drei mal die Woche ein bißchen Sport macht - und welche auf einen Organismus unter standardisierten Laborbedingungen. Ich schätze mal im Vergleich zur halben Tüte Chips oder dem Feierabendbierchen das man sich dann doch mal gönnt und weil es so selten ist eher nicht trackt, dann eher gar keine.

    Und dann die Vernachlässigung des Zyklus bei Frauen - machte bei mir bis zu 2kg Schwankungen aus, weder Fett noch Muskeln sondern nur Wasser.
    Das Gewicht der neu gewachsenen Muskeln hingegen wird grandios überschätzt - vor allem bei Frauen - hört sich aber natürlich gut an.

    Trotzdem hilft es natürlich nach 18:00 Uhr kein KH mehr zu essen (Sommer oder Winterzeit?) oder intermittierend zu fasten oder die einen Süßigkeitenramadan einlegen, oder den Alk wegzulassen - die Kost zu trenne, die Hälfte zu Fressen. low carb oder low fat zu essen... nach jedem Bissen zwei Burpees zu machen.

    Es ist relativ egal: Hauptsache man verschiebt das Gleichgewicht so, dass man weniger zu sich nimmt, als man verbraucht. Das funktioniert - sicher. Man kann die KH aber auch erst kurz nach Mitternacht weglassen - man kann auch ohne Rücksicht auf die Nährstoffoptimalverteilung abnehmen - man kann dabei sogar gesund bleiben - evolutionär wäre es dem Menschen nicht gelungen die ganze Welt zu besiedeln, wenn er in so engen Grenzen sich ernähren müsste wie uns so manche Konzepte weis machen wollen.
     
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  5. Nohanuta

    Nohanuta Hades

    Keine Ahnung, was du da berechnet hast. Aber dein Grundumsatz sind etwa 1400 kcal.
    Dann ist klar, dass das damit
    nicht klappt.
    Du isst vermutlich so etwa deinen Gesamtumsatz.




    Aber tatsächlich ist die Waage allein nicht aussagekräftig, wenn man gerade Muskeln aufbaut.
    Ich war auch gerade recht genervt, weil sich da nichts mehr tut. Und dann dann doch wieder mal das Maßband genommen. Und siehe da: 1 cm weniger an der Taile, 1 cm weniger an der Hüfte und 3 cm weniger am Bauch.
    Dann noch todesmutig die Messung mit Caliper. Highlight: Nachdem ich schreie, weil man mir die Haut einklemmt sagt der "da ist aber nichts anderes" . (Leider nur an det Stelle überm Bizeps.)
    KFA gesunken von über 27% auf etwa 25% bei gleichem Gewicht.
     
  6. Early Raider

    Early Raider Atlas

    wer den Grundumsatz isst - also kcal zu sich nimmt entsprechend seines Grundumsatzes nimmt ab.. es sei denn er schläft 24 Stunden, dreht sich nicht im Bett und denkt auch nicht.
     
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  7. Bader

    Bader Hades

    Oje!
    So ein komplexes Thema und so viel Halbwahrheiten!
    Glaub nicht alles, was hier von sich gegeben wird!
    Natürlich passt sich ein Stoffwechsel an eine gesteigerte Leistung an. Nicht nur die aerobe Leistungsaufnahme, ein geringerer Grundumsatz und niedrigere Pulsraten sind einige Ergebnisse davon.
    D.h. mit weniger Aufwand, schafft man durch Training die gleiche oder sogar mehr Leistung. Sonst bräuchten wir ja gar nicht trainieren!

    Aber zu Deinem Problem: Ich kann Dir nicht helfen aber trotzdem ein paar Tipps geben.
    Bei meiner Frau hilft es, das sie ansttatt hochpulsigen Einheiten, wie es Freeletics nun mal ist, lieber ausdauernder zu trainieren. Hier werden Ihre Kohlenhydratspeicher nicht so schnell entleert, dass sie diese immer durch Heißhungerattacken füllen will/muss. Seit sie ihr Training umgestellt hat, ist der Heißhunger deutlich kleiner geworden.
    Auch hilft es, direkt nach den Einheiten eine Kleinigkeit zu essen, dass die Speicher gefüllt werden. Der Körper versucht nämlich diese zu füllen und holt sich sonst die Energie aus den Muskeln (nicht aus dem Fett, weil es schnell gehen muss) und die wiederum wollen dann Ihre Energie auch wieder zurück und wollen Nahrung.
    Probier es aus - keine Garantie, aber ein neuer Ansatz.

    Auf Freeletics brauchst Du nicht zu verzichten, nur weniger davon!

    Und ansonsten was meine VorrednerInnen schon gesagt haben: mehr Energie verbrauchen, als zu sich nehmen!
     
  8. Bader

    Bader Hades

    Kleiner Zusatz noch: Essen ist nicht gleich Essen!
    Kalorien und die verstoffwechselnden lang- oder kurzkettigen Kohlenhydrate (Gemüse, Fleisch, Käse vs. Zucker, Pasta/Reis/Weisbrot, Obst) müssen berücksichtigt werden.
    Ein Körnerbrot oder die gleiche kalorienhaltige Menge an einfachem Toastbrot werden unterschiedlich lang verstoffwechselt. Hunger kommt bei den kurzkettigen Kohlenhydraten schneller auf. Der Insulinspiegle ist stärken Schwankungen unterlegen und beeinflusst unseren Hunger.

    Das Leben ist nicht einfach:(
     
  9. whappa

    whappa Hades

    Oha, das ist ja eine echte Grundsatzdiskussion geworden. Das Gute dabei: Die Meinungen aus Wissenschaft und Forschung sind so wechselhaft und teilweise widersprechend, dass doch immer ALLE hier Recht haben :kiss:

    Ich kann immerhin meinen aktuellen Status einmal durchgeben ...
    Nachdem ich völlig entnervt war, habe ich die gute alte Methode aus den Leistungssportzeiten wieder ausgegraben und mit etwas moderner Forschungsmeinung angereichert:

    Seit 1 1/2 Wochen esse ich ca. 1.000 kcal maximal, dabei mind. 120 g Protein zum Muskelerhalt (was dann schon mal 50-70% des Tagesbedarfs sind, lecker ist anders :arghh2:).
    Ergänzt mit 16/8 Fasten, also meistens erst ab 13 Uhr das erste Essen.

    Freeletics mache ich weiterhin 3x die Woche mit Strenght, wobei ich durch konsequentes "zu hart"/"maximal" endlich mal erträgliche Workouts habe (außer heute mit 3x Metis und danach 100+50+25+10 Burpees :jawdrop:).
    Aber wenn ich diese Woche heute geloggt haben, starte ich mit der ersten Hellweek. Hab extra meinen Zwangsurlaub auf kommende Woche gelegt, damit ich das durchstehe. Und werde die Kalorien dann wohl besser wieder hochziehen, die 1000er Marke ist schon hart für den Körper.

    Und ich war auch nur nach Woche 1 wieder auf der Waage, die erwarteten 1,5 kg waren schon mal erreicht. Aber egal, ich selbst fühle mich einfach besser, nicht so aufgequollen.
    Womit für mich wieder einmal bewiesen wäre: Ohne Ernährung geht es (zumindest bei mir) nicht, aber es tickt halt jeder anders.
     
  10. Nohanuta

    Nohanuta Hades

    Ach was...Sie lag aber mit dem Essen deutlich über dem Grundumsatz.
    Und möglicherweise eben auch über dem Gesamtumsatz.
     
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